Lernen & Bildung Web 2.0
Was wollen wir?
Bei DNAdigital beschäftigen wir uns mit dem Thema „Bildung“ unter dem Aspekt der Integrierung von Web 2.0 als neues Lernmedium.
Wir wollen den Schülern, Lehrern und Eltern von Heute und von Morgen neue Möglichkeiten anbieten, um noch effektiver zu lernen und dabei mehr Spaß, Freude und Erfolge zu haben.
Die Jugend von heute braucht keine langen Erklärungen mehr, um Twitter oder Schuelervz.net zu verstehen. Entweder sie bringen es sich selbst bei oder sehen es bei anderen.
All das sind Medien für uns, deren Struktur wir bereits kennen und sie daher viel erlernen können, als manch Erwachsener.
Es entsteht in diesem Jahrhundert die sogenannte Gamer-Kultur, die von vielen Seiten noch kritisiert wird. Computerspielen wird von Vereinsamung am Pc, bis hin zur ausgelösten Aggression und
Brutalität alles vorgeworfen.
Nutzt man aber den Computer und die Spiele, um die gewünschten Eigenschaften zu erlernen und zu fördern, würden am Ende beide Parteien (Schüler und Schule) auf ihre Kosten kommen.
Diese Spiele existieren bereits, doch in Schulen werden sie noch zu selten angewendet und meist als „lernschädlich“ abgestempelt.
Wir aber wollen die neue Entwicklung, die kaum aufzuhalten ist, aufgreifen und daraus neue Methoden der Vermittlung und des Austauschs von Wissen in Schulen integrieren und den Lehrern näher bringen.
Die während des 2. Educamps in Berlin erstellten „7 Forderungen für eine zeitgemäße Lehre“ drücken am besten aus, was die Schule von Morgen beinhalten sollte:
1. Größere Autonomie der Schulen
Autonomie bei der Haushaltsverwaltung ermöglicht den Schulen individuell auf die sich schnell verändernde Bildungssituation zu reagieren. Lehrenden muss die Möglichkeit gegeben werden, ihren
Unterricht mit unterschiedlichen Lehr- und Lernmedien gestalten zu können. Die Einrichtung von persönlichen digitalen Lernumgebungen für Lernende soll gezielt gefördert werden.
Zur Unterstützung der Verwaltung in den Bildungsinstituten sollen Führungs- und Managementstrukturen aufgebaut werden.
2. Medienkompetenz als verpflichtender Inhalt jeder Schul-, Aus- und Weiterbildung
Sowohl die kritische Rezeption von Medien und deren adäquate Aufbereitung, als auch ein bewusster Umgang mit persönlichen Daten und urheberrechtlich geschützten Inhalten (im Internet) soll
stärker in den didaktischen Stukturen der Bildungsinstitutionen verankert werden. Zur Medienkompetenz gehört ein Wissen über die gesamte Breite aller existierenden Medienformen und der jeweiligen
Alternativen einer Lösung.
3. Volle Transparenz von Lehre und Forschung
Eine Wissensgesellschaft braucht eine öffentliche Lerngemeinschaft. Die Dokumentation von Lehrveranstaltungen und deren digitale Veröffentlichung unter offenen Lizenzen bildet die Grundlage
dieser öffentlichen Lerngemeinschaft.
Der Bildungsbetrieb soll aktiv die Umsetzung der "Cape Town Open Education Declaration" unterstützen. D.h., bei der Auswahl anerkannter
Lehrmaterialien für Unterricht und Lehre sollen freie Lehrmaterialien Vorzug finden. Bildungsmaterialien, die mit Hilfe von Steuergeldern erstellt werden, sollen offen zugänglich sein.
Bildungseinrichtungen sollen frei zugängliche Materialien fördern und ihre Relevanz hervorheben.
4. Anerkennung der Öffentlichkeitsarbeit als Teil der Forschung- und Lehrarbeit.
Das Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit und die Evaluationsergebnisse aus der Lehre sollen stärker als Kriterium bei Berufungsverfahren und bei der Vergabe von öffentlichen Fördergeldern zu
Geltung kommen.
Forschung und Lehre an den Hochschulen sollen aktiv die Ziele der "Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu
wissenschaftlichem Wissen" unterstützen.
5. Effizienter, ergebnisorientierter Umgang mit Lehr- und Forschungsgeldern
Bürokratie und Verwaltung verbrauchen einen großen Anteil der finanziellen Ressourcen in Lehre- und Forschung. Die Verwaltungsstrukturen in Bildungsinstituten müssen auf ihre Effizienz hin
überprüft werden.
Ein ergebnisorientierter Umgang mit Lehr- und Forschungsgeldern ist nicht nur effizient, sondern eröffnet auch die Möglichkeit zur kritischen Evaluation. Die Ergebnisse der Vergabe von Lehr- und
Forschungsgeldern sollen überprüft werden und somit langfristig zu einer Demokratisierung von Lehre und Forschung führen.
6. Zugängliche Ausstattung mit zeitgemäßen technischen Produktionsmitteln
Zur aktiven Nutzung digitaler Lehr- und Lernmedien ist es notwendig die Bildungsinstitutionen mit geeigneten Produktionsmittel zur Erstellung von Ton-, Bild- und Video-Dokumenten auszustatten.
Diese Produktionsmittel sollen Lernende bei allen Bildungseinrichtungen ausleihen können. Für die Anschaffung und Wartung dieser technischen Ausstattung sollen zusätzliche finanzielle Mittel
bereitgestellt werden.
Eine zeitgemäße Infrastruktur mit Webserver, Intranet und W-Lan-Zugänge ist Grundvoraussetzung zur (lokalen) Nutzung von digitalen Lernumgebungen. Der bloße Zugang zum Internet ist für
zeitgemäßes Lehren und Lernen nicht mehr ausreichend. Es ist notwendig, die Bildungseinrichtungen mit einer modernen Infrastruktur auszustatten und sie bei deren Betrieb zu unterstützen.
Mit dem fächerübergreifenden Einsatz von Laptops soll das mobile und selbstständige Lernen gefördert werden. Laptops sind die Lernmittel der Zukunft!
7. Entwicklung eines sicheren Rechtsrahmens für den Umgang mit neuen digitalen Lehrmedien
Die Angst vor Abmahnungen und eine undurchsichtige Rechtslage bei der Veröffentlichung von Lehr- und Lerninhalten erschweren die Anwendung von Social Media Software in Schule und Universität.
Lehrende und Lernende brauchen eine klare Rechtsgrundlage, um die Potentiale des Internets nutzen zu können. Es muss ein Rechtsrahmen entwickelt werden, in dem sich Lehrende und Lernende im
Internet frei bewegen können. Die Erstellung einer Positiv-Kriterienliste zur Publikation in Lehre und Forschung ist überfälli
Welche Ideen haben wir?
- SchuWeb Mobil
- „Rent-a-Digital-Native“-Service für Schulen
- „Day of School“
- Beim SchuWeg Mobil handelt es sich um einen Bus, der durch Deutschland fährt und die neusten Lehrmethoden zeigt. Eine Art kleine, fahrbare Ausstellung, die interessierte Schulen besucht und dort vor allem den Lehrern ersteinmal anhand von Flyern zeigt, was es alles auf dem Markt gibt.
Außerdem könnten mit dem Bus Vorträge und Fortbildungen gebucht werden, durch die Lehrer sich weiterbilden, um den Schüler durch neue, spielerischere Methoden mit mehr Nutzung von Medien das Lernen zu erleichtern.
- Der „Rent-a-Digital-Native“-Service ist da, um ausgewählte Digital Natives in Schulen einzuladen, um dort Vorträge zu halten und aus Sicht eines jungen Menschen, der noch großen Bezug zu den heutigen jüngeren Schülern hat und sich mit der Nutzung des Internets auf verschiedenste Weise auskennt, den Lehrer erklären kann, worauf man beim Lehren achten sollte und was man am besten nutzt, um die Schüler zu erreichen und zum Lernen und zum Hausaufgabenmachen zu ermuntern.
Außerdem dienen die Digital Natives als Ansprechpartner für den stetigen Austausch mit den Lehrern. Sie gehen „ehrenamtlich“ Kooperationen mit Schulen in ihrer Nähe ein, um an konkreten Projekten mitzuarbeiten und Ideen zu entwickeln.
- Es sollten konkrete Tage oder Projektwochen in Schulen jährlich eingeplant werden, an denen die Schüler selbst forschen können und Einrichtungen in ihrer Nähe besuchen, um dort noch mehr Möglichkeiten zu haben und neues zu entdecken.
Ein gutes Beispiel dafür ist das „Science House“.
Es ist ein Haus in Rust im Europa-Park, das aktuelle Themen aus Wissenschaft und Technologie ausstellt und Kindern und Eltern die Möglichkeit zum Experimentieren bietet.
Es gibt die sogenannten „Science Days“, an denen Schulen oder Klassen eingeladen werden, um dort die Schüler forschen zu lassen. Diese „Tage“ werden vom Förderverein Science und Technologie e.V. und dem Europa-Park durchgeführt.
Um in Schulen neue Medien zu integrieren, müssen vor allem die Lehrer ausgebildet werden. Dafür gibt es kaum Fördermittel und oft scheitert es schon daran, dass die Lehrer entweder kein Geld, keine Zeit für Fortbildungen haben, oder ihnen gar nicht erst die Möglichkeit von der Schule gegeben wird, weil dort ein Lehrkräftemangel herrscht.
Daher sollten sich Sponsoren finden, die die Fortbildung von Lehrern fördern möchten, um den Schülern und somit den Studenten und Absolventen von Morgen bessere Lernchancen zu bieten.
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