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Auf der Strecke

Wir sitzen hier und warten.
Warten auf ein Zeichen, das man uns gibt,
damit unser Leben weiter geht.
Doch keiner kommt her,
Keiner sagt etwas.
Alle sitzen stumm und star.
Niemand möchte etwas Falsches wagen,
Niemand nimmt das Ruder in die Hand.
Wär doch einer hier, der Ahnung hätte.
Wär doch einer hier, der Führung übernähme.
Ich sitze auf dem Boden,
Keine Ahnung, was nun geschieht.
Sonne brennt mir auf den Schultern,
Nur das Schreiben macht grad Sinn.
50 Menschen auf einem Haufen.
Keiner weiß was mit sich anzufangn.
Wie bestellt und nicht abgeholt.
Hühner auf der Stange,
In Reih und Glied, ohne Wissen.
Nur vereinzelt hört man sie sprechen.
Keiner traut sich laut zu sein.
Vor uns ein verlassenes Dörfchen.
Keine Menschenseele hier.
Immerhin es regnet nicht.
Gerade jetzt, denn der Himmel ist voller Wolken.
Bald schon wären wir am Ziel.
Wär da nicht ein Unfall gewesen.
Nun hat keiner mehr einen Plan.
Weder Auto noch Zug.
Keiner holt uns ab. Wir sitzen hier.

Manchmal sitzen wir im Leben, warten auf das Zeichen einer unbekannten
Hand. Bewegen uns nicht vom Fleck, denn es fehlt der Antrieb, das zu
erreichende Ziel ist so fern.
Ohne Spaß und Freude verstreicht die Zeit.
Keine Idee, was man tun könnte.
Worauf warten wir? WER sollte uns den Weg weisen, wenn wir nicht selbst
die Zügel in die Hand nehmen?!
Ein Zeichen kommt nicht von selbst. Erst wenn wir aktiv werden, wird es
uns ins Auge fallen.
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